Justiz des Bundesstaates Querétaro (Poder Judicial)
SonIA: intern entwickelte generative KI für gerichtliche Beschlussentwürfe
Querétaros Gerichte erließen erste mit eigener KI auf eigenen Servern entworfene Entscheidungen und erklärten, die Arbeit könne sich um bis zu 60 % beschleunigen
Ausgangslage
Die Zahl der Justizbeschäftigten in Querétaro stieg in zehn Jahren um etwa 2 %, während die Arbeitsbelastung um etwa 12 % zunahm. Bei den 83 Gerichten gehen jährlich bis zu 700.000 Schriftsätze ein.
Vorgehen
Die Justiz gab etwa 17 Millionen Pesos für einen eigenen Server aus und trainierte SonIA sechs Monate lang im Handels- und Familienrecht. Externe Clouddienste sind für Gerichtsakten verboten. Im April 2026 erließ sie die erste mit dem System entworfene verschuldensunabhängige Scheidung und die erste entsprechende Entscheidung in einer Handelssache. Das Gericht kündigte an, POLARIS Demanda Digital werde ab dem 4. Mai 2026 digitale Schriftsätze entgegennehmen. Richter müssen jedes Ergebnis prüfen und bleiben für die Entscheidung verantwortlich.
Kennzahlen
Erkenntnis
Das Gericht beließ die KI-gestützte Entwurfserstellung auf eigenen Servern und verpflichtete Richter, die Ergebnisse zu prüfen. Seine Angaben zur Beschleunigung beruhten noch auf einer frühen Einführung mit lediglich zwei erlassenen Entscheidungen.
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Quellen
Quellenzusammenfassungen
Das Gericht gab seine ersten Scheidungs- und Handelsentscheidungen bekannt, die mit der eigenen KI SonIA auf institutionseigenen Servern entworfen wurden. Verfahren könnten sich um bis zu 60 % beschleunigen; Richter prüften jeden Vorgang. Zudem kündigte es das Werkzeug POLARIS Demanda Digital für digitale Schriftsätze ab dem 4. Mai 2026 an.
Gerichtspräsident Braulio Guerra Urbiola erklärte gegenüber ADN40, SonIA laufe auf eigener Infrastruktur, die etwa 17 Millionen Pesos gekostet habe, sei sechs Monate lang trainiert worden und bei zwei Entscheidungen an zwei Gerichten eingesetzt worden. Er nannte außerdem Zahlen zur Arbeitsbelastung und stellte SonIAs Bearbeitungszeit von 1,5 Minuten je Beschluss den etwa 15 Beschlüssen gegenüber, die ein Geschäftsstellenmitarbeiter täglich erstellt.
Ausführliche Angaben finden Sie in den Originalquellen.