Australische Regierung (Digital Transformation Agency)
Regierungsweiter Test von Microsoft 365 Copilot
Australiens 6-monatiger Copilot-Test in Bundesbehörden ergab mäßige Nutzung, nur 1/3 der Mitarbeiter setzte ihn täglich ein.
Ausgangslage
Bundesbehörden wollten wissen, ob ein in alltägliche Büro-Software integrierter Assistent auf Basis generativer KI Beschäftigten im öffentlichen Dienst Zeit sparen würde und welche Risiken er für Aktenführung, Datenschutz und Kompetenzen mit sich brächte.
Vorgehen
Die Digital Transformation Agency koordinierte von Januar bis Juni 2024 einen Test von Microsoft 365 Copilot mit 5.765 Lizenzen, verteilt auf Dutzende Behörden, die die teilnehmenden Mitarbeiter benannten. Die im Oktober 2024 veröffentlichte Auswertung stützte sich auf Umfragen und Interviews, in denen die Mitarbeiter ihre eigene Nutzung und Zeitersparnis einschätzten. Sie sprach keine konkrete Empfehlung aus, Copilot in den täglichen Betrieb zu übernehmen.
Kennzahlen
Erkenntnis
Die Mitarbeiter gaben an, bei Zusammenfassungen und ersten Entwürfen Zeit zu sparen, und Schulungen gingen mit stärkerer Nutzung einher. Die Einsparungen beruhten auf Selbstauskünften von durch die Behörden ausgewählten Mitarbeitern, eine direkte Messung gab es nicht.
Kategorien
- Größe
- Großunternehmen
- Branche
- Öffentlicher Sektor
- Unternehmensfunktion
- Interne Abläufe und Wissensmanagement
- Innovationsart
- ProzessinnovationOrganisation und Arbeitsweisen
- KI-Technologie
- Generative KI
- Einführung
- Standardwerkzeug oder Plattform
- Nachweis
- Angabe des Unternehmens
Quellen
Quellenzusammenfassungen
iTnews berichtet über die Auswertung der DTA zu 5.765 Copilot-Lizenzen, die im ersten Halbjahr 2024 genutzt wurden. Etwa 2/3 der Teilnehmer nutzten das Werkzeug einige Male pro Woche oder seltener, und die Erwartung, es verkürze die Zeit für E-Mails, sank um 32 % und die für Besprechungen um 54 %. Die Auswertung stützte sich vollständig auf Selbsteinschätzungen, Führungskräfte waren überrepräsentiert.
The Decoder berichtet über die Auswertung in 56 Behörden. Die Teilnehmer schätzten die Zeitersparnis auf 1,1 Stunden pro Tag beim Zusammenfassen und 1 Stunde beim Entwerfen von Dokumenten, und 77 % beurteilten das Werkzeug positiv. Sie äußerten Bedenken zu Datensicherheit, Verzerrungen, Kompetenzverlust und Folgen für Verwaltungsstellen auf Einstiegsniveau.
GovTech Review berichtet, der Test sei in den ersten 6 Monaten 2024 gelaufen und die Nutzung sei als mäßig eingestuft worden, wobei 1/3 der Teilnehmer Copilot täglich nutzte. 46 % sahen einen Nutzen einige Male pro Woche, und die größten Effizienzgewinne verzeichneten Beschäftigte der unteren und mittleren APS-Besoldungsgruppen sowie in IKT-Funktionen. Genannt werden über 7.600 Teilnehmer in mehr als 60 Behörden.
Ausführliche Angaben finden Sie in den Originalquellen.