Justiz Costa Ricas (Poder Judicial)
KI-Klassifikator für Schriftsätze an Gerichten für Forderungseinzug
Costa Ricas Justiz sortierte mit einem Klassifikator in einem Jahr etwa 916.000 Schriftsätze zum Forderungseinzug und sparte die Arbeit von 34 Beschäftigten ein
Ausgangslage
Verfahren zum Forderungseinzug machen den größten Anteil der Justizfälle aus. Geschäftsstellenmitarbeiter mussten jeden Schriftsatz manuell lesen und kennzeichnen, bevor er weiterbearbeitet werden konnte.
Vorgehen
Die IT-Direktion der Justiz entwickelte ein Modell, das eingescannte Schriftsätze mittels OCR liest und ihnen einen Typencode zuweist. Es wurde um 2021 an einigen Gerichten für Forderungseinzug erprobt und später auf die spezialisierten Stellen für Forderungseinzug ausgeweitet. Schriftsätze, die das System nicht zuordnen kann, klassifizieren Beschäftigte weiterhin manuell.
Kennzahlen
Erkenntnis
Nach Angaben der Justiz sparte die automatische Klassifizierung von Schriftsätzen das Arbeitsvolumen von 34 Vollzeitkräften ein. Wie sie die Einsparung berechnete, legte sie nicht offen.
Kategorien
- Größe
- Großunternehmen
- Branche
- Öffentlicher Sektor
- Unternehmensfunktion
- Produktion und QualitätInterne Abläufe und Wissensmanagement
- Innovationsart
- Prozessinnovation
- Einführung
- Eigenentwicklung
- Nachweis
- Angabe des Unternehmens
Quellen
Quellenzusammenfassungen
El Financiero berichtet unter Berufung auf die IT-Direktion über KI-Werkzeuge der Justiz Costa Ricas. Der Dokumentenklassifikator verarbeitete monatlich 140.000 Dokumente und im Vorjahr 916.000. Damit seien das Arbeitsvolumen von 34 Vollzeitkräften und etwa 214.000 US-Dollar eingespart worden. Die Justiz nutzte außerdem einen Chatbot, ein Budgetmodell und ein Anonymisierungswerkzeug.
Ausführliche Angaben finden Sie in den Originalquellen.