ViaQuatro (Metrolinie 4-Gelb in São Paulo)
Interaktive Werbetüren mit Gesichtserfassung
Gerichte in São Paulo verhängten wegen versteckter Kameras zur Gesichtserfassung in Werbung eine Geldstrafe gegen den Betreiber der Metrolinie 4 ViaQuatro, im Berufungsverfahren im Mai 2023 in Höhe von 500.000 Real
Ausgangslage
ViaQuatro wollte messen, wie Fahrgäste auf Werbung in den Stationen seiner gelben Linie reagierten.
Vorgehen
Der Betreiber installierte 2018 interaktive Werbetüren mit Kameras, die davor stehende Personen erfassten und Emotionen, Geschlecht und Altersgruppe ermittelten. Die Verbraucherorganisation Idec klagte. Ein Gericht ordnete 2018 die Abschaltung der Kameras an. Ein Urteil von 2021 verhängte eine Geldstrafe von 100.000 Real und untersagte die Datenerhebung ohne Einwilligung. Im Mai 2023 erhöhte das Berufungsgericht des Bundesstaates die Entschädigung für kollektive immaterielle Schäden auf 500.000 Real. ViaQuatro erklärte, das System habe keine personenbezogenen Daten gespeichert.
Kennzahlen
Erkenntnis
Die Gerichte stellten fest, dass die Fahrgäste zu keinem Zeitpunkt über die Kameras informiert worden waren und dass auch Daten von Kindern und Jugendlichen erfasst wurden. Die fehlende Einwilligung und vorherige Information waren die Grundlage der Sanktion.
Kategorien
- Branche
- Logistik und Verkehr
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- Marketing und Vertrieb
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- Produkt- und Dienstleistungsinnovation
- KI-Technologie
- Bildverarbeitung (Computer Vision)
- Einführung
- Anbieterlösung
- Nachweis
- Aufsichtsbehörde, Prüfung oder Gericht
Quellen
Quellenzusammenfassungen
Die klagende Verbraucherorganisation Idec berichtete, das Gericht in São Paulo habe gegen ViaQuatro eine Geldstrafe von 100.000 Real verhängt und eine Wiederaufnahme der Datenerhebung ohne Einwilligung untersagt. Idec beschreibt die 2018 installierten Kameras, die Emotionen, Geschlecht und Altersgruppe erfassten, sowie die gerichtliche Feststellung, dass die Fahrgäste nicht informiert worden waren.
Consumidor Moderno berichtete, die 8. Kammer für öffentliches Recht des Gerichtshofs des Bundesstaates São Paulo habe das Urteil einstimmig bestätigt und die Sanktion von 100.000 Real auf 500.000 Real erhöht. Das Gericht verwies auf die fehlende Information der Fahrgäste und die Erhebung von Daten Minderjähriger. ViaQuatro erklärte, es respektiere die Entscheidung, prüfe ein Rechtsmittel und habe keine personenbezogenen Daten gespeichert.
Ausführliche Angaben finden Sie in den Originalquellen.